@Abraxas:
also was den User anzieht ist schwer zu sagen...bisher hatte ich zwar nur positive Resonanz bezüglich der Seite...allerdings gibt es ja auch User, die auf "gefrickel" auf Webseiten stehen ...
Ich persönlich würde die Seite natürlich wieder besuchen , denn es sind keine nervtötenden Popups und Werbebanner vorhanden...
Beachte, was ich gefragt habe. Ich wollte nicht von dir wissen, worauf die User stehen. Das war ja schon deine Frage.
Ich habe dich gefragt, was für eine Seite DU wieder besuchen würdest.
Die erklärung war ein sogenannter "Hygiene-Faktor". Du hast all die "selbstverständlichkeiten" aufgezählt, die notwendig sind, aber eben noch lange nicht ausreichen. Du hast gesagt, daß du eine Webesite ohne Banner, ohne Pop Ups und so weiter nochmal besuchen würdest. Mit anderen Worten: Du hast klar definiert, was nicht da sein darf.
Von der anderen Seite ist die Frage: Was muß da sein, damit du nochmal kommst. Es geht um Content, klar. Wie muß der aufgebaut sein? Ist das Design wichtiger als der Content? Was sthet im Mittelpunkt: Design oder Content. Was mußt du auf der Seite bekommen, damit du sie Bookmarkst und später wieder besuchst.
Der nächste Schritt wäre dann, mit dieser Grundlage deine Z ielgruppe zu definieren und zu fragen, was diese Zielgruppe will, damit sie sich wohlfühlt und wiederkommt.
hmm also das mit der Kundenbindung ist so einfach zu beantworten als würdest Du nach einer Möglichkeit fragen in einem Jahr eine Mio. zu verdienen.
Hey ... es sind nicht gleich Millionen, aber man kann damit gut verdienen. Und genau das ist mein Job.
Du schreibst so schön "Wenn es so einfach wäre". In der Beratung geht es darum, Komplexe Modelle einfach darzustellen. Genau das ist ja der Kern.
Überlege mal weiter: Die besten Konzepte sind meist die einfachsten. Und es sind die, an die sich die wenigsten Unternehmen halten.
Stichwort Kräftekonzentration (oder EKS), wie von Jack Trout und Al Ries beschworen:
- McDonald´s stellt inzwischen Ketchup-Flaschen für den Supermarkt her.
- Pockemons gibt es auf Tassen,a uf T-Shirts, als Knuddelmonster, als Fernsehserie und in hunderttausend anderen Varianten.
- Dasselbe war mit Tama-Gotschis. Sie sind ohne Konzentration über den Markt verteilt worden.
- VW hatte sich als "Volks-Wagen" in Amerika mit "häßlich, günstig und ewig halbar" etabliert und versucht seit Jahren, auch Luxuswagen herzustellen.
All das funktioniert nicht. Doch es ist verdammt einfach, es richtig zu machen:
- Baribe-Puppen wurden nie "Mißbraucht". Sie waren IMMER NUR Puppen und so konnten sie über Jahrzehnte den Erfolg beibehalten.
- Toyota baut den Lexus. Und der Lexus gilt gar nicht mehr als richtiger "Toyota". Ein neues Image aufgebaut, in Amerika teilweise sogar mit eigenen Händler-Ketten.
Was läuft da bitte schön ab? Das schwierige ist es doch, in der Situation die Strategie, die meist sehr einfach ist, beizubehalten. Aber nein, VW will seinen "guten Namen" nutzen und WErbekosten sparen. Pockemons werden ausgeschlachtet bis zu geht nicht mehr.
Es gäbe einfache Strategien. Und der Job in der Beratung ist es meist, sich nicht verführen zu lassen und den Kunden/das Unternehmen auf die "einfachen" Strategien zurückzuführen.
Das ist allerdings verdammt schwierig. Da liegt die Kunst. Wie willst du einen Geschäftsführer dazu bekommen, die alten Wege nicht doppelt zu nutzen um Geld und Energie zu sparen? Er realisiert meist nicht, wie viel er zerstört dadurch.
Einfachkeit ist Trumpf. Und zurück zur Kundenbindung. Du kannst Kundenbindung auf einen einzigen Satz zurückführen:
Gib den Kunden das, was sie wollen. Dann kommen sie wieder!
(und nicht: Gib den Kunden das, von dem du der Meinung bist, daß sie es wollen sollen)
Alles Liebe, Julian!