Wer hat schon eine "Limited" gegründet?

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  • Geldgeier.at/ch Mitglied seit: 06.11.2003
    Beiträge: 147
    Wohnort: Österreich/Steiermark
    Antworten mit Zitat Beitrag Verfasst am: 17.03.2004, 13:24
    Ich überlege gerade eine der günstigsten Firmengründungen nämlich eine "Limited" in England.

    Mehr Infos über Limited: http://www.englischelimited.de


    Ist hier jemand im Forum der das eine Limited hat!

    Liebe Grüsse

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    Geldgeier.at/ch
  • Top5Voter Mitglied seit: 23.08.2003
    Beiträge: 22
    Wohnort: Bochum
    Antworten mit Zitat Beitrag Verfasst am: 17.03.2004, 16:56
    Hallo,

    ich bin gerade dabei.

    Ist an sich natürlich eine schöne Sache... Aber es ist nicht alles Gold, was glänzt...

    Man beachte z.B. die deutsche Rechtsprechung in der "Praxis":
    http://www.gmbhr.de/heft/22_03/blickpunkt.htm

    oder die Publizitätspflicht.
    Teilweise wird von den Agenturen seeehr schön geredet. Die einfache Eröffnung einer unselbständigen Zweigstelle, was häufig einfach gemacht wird, ist IMHO auch nicht rechtens...
  • jc.dijon[jcdservice] Mitglied seit: 11.01.2004
    Beiträge: 46
    Wohnort: Konstanz
    Antworten mit Zitat Beitrag Verfasst am: 17.03.2004, 18:17
    Das Finanzamt beobachtet solche Firmen ganz genau, weil das immer stark nach Steuerhinterziehung riecht.
  • Top5Voter Mitglied seit: 23.08.2003
    Beiträge: 22
    Wohnort: Bochum
    Antworten mit Zitat Beitrag Verfasst am: 17.03.2004, 19:09
    jc.dijon[jcdservice] hat folgendes geschrieben::

    Das Finanzamt beobachtet solche Firmen ganz genau, weil das immer stark nach Steuerhinterziehung riecht.



    Ja, wenn die Versteuerung in GB stattfindet. Wenn man "freiwillig" in D blecht, dann ist eigentlich alles in Butter. Abgesehen davon, wenn man eh' nichts zu verbergen hat...
  • Jens ! Picek Mitglied seit: 30.12.2003
    Beiträge: 169
    Wohnort: Freiburg
    Antworten mit Zitat Beitrag Verfasst am: 18.03.2004, 09:05
    Aua, Limited!

    Ich habe mich erst vor ein paar Wochen über diese Unternehmensform informiert / beraten lassen. Von zwei voneinander unabhängigen Personen, die sich damit sehr gut auskennen.

    Der Teufel steckt im Detail! Es ist auch nicht viel billiger wie eine "GmbH" bei uns, der einzige Vorteil liegt darin das die Stammeinlage auch zum größeren Teil am Ende eine Ltd. gebracht werden kann. Zumal ich es mir als ziemlich unflexibel vorstelle ein Office mit Tel., Fax, Briefkasten irgendwo in England zu haben, wenn hier das Kerngeschäft abläuft. Und bei den Banken (also Geldgebern allg.) ist das gar nicht gerne gesehen wenn am Ende eine Ltd. steht!

    Ich will / wollte / werde zwar keine Ltd. gründen, aber mich hat einfach das Thema interessiert, weil es hier bei uns mittlerweile auch Textanzeigen in unseren Blättchen gibt, die einem das blaue vom Himmel versprechen. Leider!

    _________________
    MfG
    Jens ! Picek
  • Sven @ PCPlus GmbH Mitglied seit: 07.01.2004
    Beiträge: 145
    Antworten mit Zitat Beitrag Verfasst am: 18.03.2004, 10:56
    Die Vorteile sind abhängig von der gewünschten Zielsetzung.

    Über Steuerhinterziehung oder Grau-Bereiche kann ich nichts sagen, aber eine Ltd. in D als selbstständige Niederlassung einzutragen macht schon Sinn. Haftungsfreistellung, geringe Gründungskosten und schnelle Bereitstellung der Handlungsfähigkeit.

    Konto gibts inzwischen auch in Deutschland ohne Probleme.

    Ich denke es ist eine optimale Alternative zur GmbH. Wenn die Ltd. im deutschen HRB eingetragen wird.

    Einiziger Nachteil aus meiner Sicht ist das (noch) etwas schlechte Image. Dies resultiert aber wohl eher aus Unkenntnis.

    Sven

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  • [SmartBiz]Robert Schulitz Mitglied seit: 05.02.2004
    Beiträge: 8
    Wohnort: Quickborn
    Antworten mit Zitat Beitrag Verfasst am: 18.03.2004, 11:11
    Hallo Geldgeier.at

    also Dein 'Kollege' von geizkragen.de hat auch eine Ltd. (Mc Drouwd Ltd.).
    Die empfehlen im Impressum go-limited.de, und diese sagen, daß es
    voll prima ist, eine Limited zu gründen. Hmm, wie kommt das wohl?


    Cool (<-gilt für meinen Gesamtbeitrag)


    Gruß aus Quickborn
    Robert

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  • Geldgeier.at/ch Mitglied seit: 06.11.2003
    Beiträge: 147
    Wohnort: Österreich/Steiermark
    Antworten mit Zitat Beitrag Verfasst am: 18.03.2004, 13:29
    Affiligo.de hat folgendes geschrieben::

    jc.dijon[jcdservice] hat folgendes geschrieben::

    Das Finanzamt beobachtet solche Firmen ganz genau, weil das immer stark nach Steuerhinterziehung riecht.



    Ja, wenn die Versteuerung in GB stattfindet. Wenn man "freiwillig" in D blecht, dann ist eigentlich alles in Butter. Abgesehen davon, wenn man eh' nichts zu verbergen hat...



    Hallo!

    Wie meinst du das mit "freiwillig"?

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  • Geldgeier.at/ch Mitglied seit: 06.11.2003
    Beiträge: 147
    Wohnort: Österreich/Steiermark
    Antworten mit Zitat Beitrag Verfasst am: 18.03.2004, 13:31
    Affiligo.de hat folgendes geschrieben::

    Hallo,

    ich bin gerade dabei.




    Das heißt jetzt du beantragst eine Limited trotz der verschiedenen Kritikpunkte. Woher holst du deine Limited? Hast du schon ausgerechnet was sie dir kostet?

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  • Geldgeier.at/ch Mitglied seit: 06.11.2003
    Beiträge: 147
    Wohnort: Österreich/Steiermark
    Antworten mit Zitat Beitrag Verfasst am: 18.03.2004, 13:37
    Sven @ PCPlus GmbH hat folgendes geschrieben::

    Die Vorteile sind abhängig von der gewünschten Zielsetzung.

    Über Steuerhinterziehung oder Grau-Bereiche kann ich nichts sagen, aber eine Ltd. in D als selbstständige Niederlassung einzutragen macht schon Sinn. Haftungsfreistellung, geringe Gründungskosten und schnelle Bereitstellung der Handlungsfähigkeit.

    Konto gibts inzwischen auch in Deutschland ohne Probleme.

    Ich denke es ist eine optimale Alternative zur GmbH. Wenn die Ltd. im deutschen HRB eingetragen wird.

    Einiziger Nachteil aus meiner Sicht ist das (noch) etwas schlechte Image. Dies resultiert aber wohl eher aus Unkenntnis.

    Sven



    Die steuerlichen Vorteile finde ich auch sehr interessant!
    Wie z.B. bis £ 10.000 (€ 14.000) Steuersatz = 0 %

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  • Sven @ PCPlus GmbH Mitglied seit: 07.01.2004
    Beiträge: 145
    Antworten mit Zitat Beitrag Verfasst am: 18.03.2004, 14:36
    Geldgeier.at/ch hat folgendes geschrieben::

    Die steuerlichen Vorteile finde ich auch sehr interessant!
    Wie z.B. bis £ 10.000 (€ 14.000) Steuersatz = 0 %



    Nicht bei selbstständiger Niederlassung. Hier gilt für die Niederlassung deutsches (Steuer)-Recht.

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  • Top5Voter Mitglied seit: 23.08.2003
    Beiträge: 22
    Wohnort: Bochum
    Antworten mit Zitat Beitrag Verfasst am: 18.03.2004, 16:26
    Geldgeier.at/ch hat folgendes geschrieben::

    Affiligo.de hat folgendes geschrieben::

    jc.dijon[jcdservice] hat folgendes geschrieben::

    Das Finanzamt beobachtet solche Firmen ganz genau, weil das immer stark nach Steuerhinterziehung riecht.



    Ja, wenn die Versteuerung in GB stattfindet. Wenn man "freiwillig" in D blecht, dann ist eigentlich alles in Butter. Abgesehen davon, wenn man eh' nichts zu verbergen hat...



    Hallo!

    Wie meinst du das mit "freiwillig"?



    Grundsätzlich gilt:
    deutsche Betriebsstätte -> Steuern in Deutschland
    englische Betriebsstätte -> Steuern in GB (günstiger als in DE)

    Agenturen reden gerne von "Betriebsstätte auslösen" oder "Darstellungen einer englischen Betriebsstätte", aber es gilt obiger Grundsatz. Mit allem anderen bewegt man sich auf dünnem Eis.
    "freiwillig" heißt also soviel wie "schön brav" Mit den Augen rollen
  • Top5Voter Mitglied seit: 23.08.2003
    Beiträge: 22
    Wohnort: Bochum
    Antworten mit Zitat Beitrag Verfasst am: 18.03.2004, 16:35
    Geldgeier.at/ch hat folgendes geschrieben::

    Affiligo.de hat folgendes geschrieben::

    Hallo,

    ich bin gerade dabei.




    Das heißt jetzt du beantragst eine Limited trotz der verschiedenen Kritikpunkte. Woher holst du deine Limited? Hast du schon ausgerechnet was sie dir kostet?



    Ich denke, eine Limited in Deutschland ist sinnvoll bei:
    1. Ltd. mit Niederlassung & Handelsregistereintrag
    2. Ltd. & Co. KG
    3. Holdingstruktur

    Ich habe mich für go-limited.de entschieden, da diese Agentur auf mich einen seriösen Eindruck (im Vergleich zu anderen) gemacht hat.

    Einmalig dürften das <1000 Euro sein, danach fallen aber noch Beratungskosten an. Wie hoch diese auf Dauer sein werden, wird wohl nur die Praxis zeigen... Mit den Augen rollen
  • Michael Kagerbauer Mitglied seit: 12.10.2002
    Beiträge: 194
    Antworten mit Zitat Beitrag Verfasst am: 18.03.2004, 20:39
    Mal ein Wörtchen zu dem interessanten Topic:

    Die Limited hat einige klare Vorteile - Haftungsfreistellung, niedriges Stammkapital und wenn diese insolvent wird gibt es nicht so grosse Probleme wie beispielsweise bei einer GmbH - man kann direkt eine neue Limited gründen.

    Demgegenüber stehen aber auch viele Nachteile - steuerlich gesehen gibt es keine Vorteile, eine Limited wird mit deutscher Niederlassung genauso geführt wie eine GmbH auch vpn der Buchführung her. Um seine Einnahmen in England versteuern zu können, muss die echte Betriebsstätte auch dort sein, also nicht nur ein Briefkasten an der Wand, sondern ein komplettest Büro und am besten auch gleich noch der Wohnsitz - ansonsten springt das Finanzamt in Deutschland im Dreieck, wenn man nach englischem Steuerrecht das verrechnen will.

    Problematisch ist noch dazu, das eine Limited von einem deutschen Richter bzgl. Haftungsfreistellung aufs Stammkapital erst dann richtig akzeptiert wird, wenn man einen Handelsregistereintrag auch in Deutschland hat. Das geht zwar problemlos - kostet aber genausoviel Geld wie bei einer GmbH, zudem ist der Vorteil weg, das man mal schnell was intern ändern kann (HR-Änderungen müssen wieder zu gericht, Notar und bezahlt werden). Bei einer GmbH-Gründung sollte man neben dem Stammkapital noch 5.000 EUR Gründungskosten mit einrechnen, soviel werdens dann bei einer Limited mit Handelsregister in Deutschland und allem was dazukommt im Endeffekt auch.

    Schlussendlich der Image-Effekt: Der Name "Limited" sagt es schon aus, es ist eben komplett "eingeschränkt" - jeder kann sowas gründen, geht die Firma hops so hat man keine Verantwortung und kann direkt die nächste aufmachen. Ich gegenüber würde mit so einer Firma keine Geschäfte machen wo es um größere Summen geht, es sei denn es werden direkt von den Inhabern Sicherheiten hinterlegt - bei Bankkrediten isses genauso, zumal auch bei einer GmbH die Gesellschafter für das Geld bürgen müssen heutzutage.

    Bleibt schlussendlich:
    Wer das Stammkapital zur Verfügung hat, sollte wohl besser eine GmbH gründen - das kommt beim späteren Endkunden und Geschäftspartnern wesentlich besser rüber und diese Form der Gesellschaft ist hier anerkannt.
  • partnerprogramme.com Mitglied seit: 26.08.2002
    Beiträge: 421
    Wohnort: Remagen
    Antworten mit Zitat Beitrag Verfasst am: 18.03.2004, 20:57

    Schlussendlich der Image-Effekt: Der Name "Limited" sagt es schon aus, es ist eben komplett "eingeschränkt" - jeder kann sowas gründen, geht die Firma hops so hat man keine Verantwortung und kann direkt die nächste aufmachen



    Ohne hier über die Vor- und/oder Nachteile einer Limited debattieren zu wollen:
    Das zitierte gilt doch genauso für eine deutsche GmbH
    Deshalb heisst es doch Gesellschaft mit beschränkter Haftung.
    Und bei größeren Geschäften mit einer GmbH ist es auch üblich sicher vorher über eine Bonitätsauskunft einen Einblick in deren Geschäftsverhältnisse zu verschaffen

    _________________
    Claus Lehmann

    http://www.partnerprogramme.com
    Internet-Beratung Claus Lehmann

    Schon gelesen wie man verdient (ISBN 3-8311-3944-X)?

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