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Verfasst am: 18.03.2004, 20:39
Mal ein Wörtchen zu dem interessanten Topic:
Die Limited hat einige klare Vorteile - Haftungsfreistellung, niedriges Stammkapital und wenn diese insolvent wird gibt es nicht so grosse Probleme wie beispielsweise bei einer GmbH - man kann direkt eine neue Limited gründen.
Demgegenüber stehen aber auch viele Nachteile - steuerlich gesehen gibt es keine Vorteile, eine Limited wird mit deutscher Niederlassung genauso geführt wie eine GmbH auch vpn der Buchführung her. Um seine Einnahmen in England versteuern zu können, muss die echte Betriebsstätte auch dort sein, also nicht nur ein Briefkasten an der Wand, sondern ein komplettest Büro und am besten auch gleich noch der Wohnsitz - ansonsten springt das Finanzamt in Deutschland im Dreieck, wenn man nach englischem Steuerrecht das verrechnen will.
Problematisch ist noch dazu, das eine Limited von einem deutschen Richter bzgl. Haftungsfreistellung aufs Stammkapital erst dann richtig akzeptiert wird, wenn man einen Handelsregistereintrag auch in Deutschland hat. Das geht zwar problemlos - kostet aber genausoviel Geld wie bei einer GmbH, zudem ist der Vorteil weg, das man mal schnell was intern ändern kann (HR-Änderungen müssen wieder zu gericht, Notar und bezahlt werden). Bei einer GmbH-Gründung sollte man neben dem Stammkapital noch 5.000 EUR Gründungskosten mit einrechnen, soviel werdens dann bei einer Limited mit Handelsregister in Deutschland und allem was dazukommt im Endeffekt auch.
Schlussendlich der Image-Effekt: Der Name "Limited" sagt es schon aus, es ist eben komplett "eingeschränkt" - jeder kann sowas gründen, geht die Firma hops so hat man keine Verantwortung und kann direkt die nächste aufmachen. Ich gegenüber würde mit so einer Firma keine Geschäfte machen wo es um größere Summen geht, es sei denn es werden direkt von den Inhabern Sicherheiten hinterlegt - bei Bankkrediten isses genauso, zumal auch bei einer GmbH die Gesellschafter für das Geld bürgen müssen heutzutage.
Bleibt schlussendlich:
Wer das Stammkapital zur Verfügung hat, sollte wohl besser eine GmbH gründen - das kommt beim späteren Endkunden und Geschäftspartnern wesentlich besser rüber und diese Form der Gesellschaft ist hier anerkannt.
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