Kirchensteuer

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  • Uploadcity Mitglied seit: 08.08.2005
    Beiträge: 197
    Antworten mit Zitat Beitrag Verfasst am: 13.07.2006, 00:50
    Muss man eigentlich getauft sein, um kirchlich heiraten zu dürfen?

    Oder reicht es, wenn der Partner getauft wurde?
  • Daniel Meybert Mitglied seit: 22.10.2005
    Beiträge: 96
    Wohnort: Bad Wildungen
    Antworten mit Zitat Beitrag Verfasst am: 13.07.2006, 01:13
    Roman [ LND ] hat folgendes geschrieben::

    Muss man eigentlich getauft sein, um kirchlich heiraten zu dürfen?

    Oder reicht es, wenn der Partner getauft wurde?



    Interessiert mich auch mal. Bin ungetauft, und habe auch nie vor dies zu tun.
    Jedoch will meine Freundin unbedingt mal vor den Altar treten. Mit den Augen rollen
    Informationen zufolge müsste man Getauft oder Konformiert sein (?)

    Bevor jetzt jmd Sprüche Klopft, nein - ich habe nicht vor mit meinen zarten 20 zu Heiraten Sehr glücklich Die Frage ist rein Zukunftsorientiert.
  • T.Bär (tendenz24 Gmb Mitglied seit: 23.07.2003
    Beiträge: 210
    Wohnort: Nürnberg
    Antworten mit Zitat Beitrag Verfasst am: 13.07.2006, 02:05
    hallo

    kann ich euch auskunft geben,da ein kollege gerade das selbe problem hat, bzw. mittlerweile kurz vor der hochzeit steht.

    es gibt da 2 varianten.

    1.) katolische konvesion:
    hier geht das ganze von der taufe bis zur kommunion
    was bedeutet, das für den ganzen Weg ca. 1,5 jahre gerechnet
    werden muss bevor du vor den traualtar treten darfst.

    2.) evangelische konvesion
    hier ist das ganze etwas einfacher und verkürzt...
    Grundvoraussetzung das du der evangelischen Kirche beitreten
    kannst ist die taufe. Danach darfst du kirchensteuer bezahlen und
    auch kirchlich heiraten..... klingt einfach, ist es aber nicht. Vor der
    taufe stehen endlose gespräche mit einen Pfarrer deines vertrauens.

    Kurz und bündig: um das ganze in einem Zeitlich vertretbarem
    Rahmen zu halten tritt der evangelischen kirche bei...
    du kannst dann auch eine katolikin kirchlich heiraten.. ökomenisch
    versteht sich...

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  • Olaf Kerner Mitglied seit: 07.02.2005
    Beiträge: 892
    Antworten mit Zitat Beitrag Verfasst am: 13.07.2006, 07:39
    Roman [ LND ] hat folgendes geschrieben::

    Muss man eigentlich getauft sein, um kirchlich heiraten zu dürfen?

    Oder reicht es, wenn der Partner getauft wurde?



    Wenn nur einer der beiden Partner einer Kirche angehört (=Kirchensteuer zahlt), gibt es statt kirchlicher Trauung einen sogenannten "Gottesdienst der Eheschließung".

    _________________
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  • frank_muerbach

    Antworten mit Zitat Beitrag Verfasst am: 13.07.2006, 07:53
    Fragen zur Trauung

    Müssen beide Partner in der Kirche sein?

    Nein. Wenn nur ein Partner der Kirche angehört, kann ein so genannte „Gottesdienst zur Eheschließung“ gefeiert werden. Da – s. oben – im Grunde jede Trauung ein „Gottesdienst zur Eheschließung“ ist, muss der Unterschied gar nicht so groß sein. Im Vorgespräch wird das Paar mit dem Pfarrer/der Pastorin vereinbaren, wie der Gottesdienst gefeiert werden soll. Dabei geht es vor allem darum, dass dem Gewissen des nichtchristlichen Partners keine Gewalt angetan wird, dass er nichts bekennen muss, was er nicht glaubt, dass eine Form gefunden wird, mit der beide Partner gut innerlich einverstanden sein können.


    Was ist, wenn ein Partner katholisch ist?

    Die katholische Kirche hat ein anderes Eheverständnis. Dort ist die Ehe ein Sakrament, wird die eigentliche Ehe erst in der Kirche geschlossen. Die Kirche ist zwar gezwungen, das deutsche Recht zu achten, erkennt aber intern nur katholische Eheschließungen an. Will sich ein Paar evangelisch trauen lassen, muss beim zuständigen katholischen Pfarramt (d.h. am Wohnort des katholischen Partners) ein so genannter Dispens, eine Art Ausnahmegenehmigung, beantragt werden. Andernfalls gilt der katholische Partner in den Augen der katholischen Kirche als nicht verheiratet. Möglich ist auch eine ökumenische Trauung – wobei sich in diesem Fall i. d. R. die katholische Kirche das Recht vorbehält, die eigentliche Trauhandlung vorzunehmen.

    Können auch nichtkirchliche Paare kirchlich heiraten?

    Nein. Eine Ehe wird auf dem Standesamt geschlossen. Eine kirchliche Trauung ist für Menschen, die sich ihre Ehe segnen lassen wollen. Das setzt voraus, dass mindestens ein Partner kirchlich ist.

    Müssen wir uns dort trauen lassen, wo wir wohnen?

    Nein. Wenn man aber an einem anderen Ort heiraten will (z. B. weil dort eine schöne Kirche steht), muss man sich mit seinem Ortspfarrer in Verbindung setzen. Soll der Pfarrer der „schönen Kirche“ die Trauung halten, braucht es ein so genanntes Dimissoriale (eine Art Überweisung) vom Wohnortpfarrer.

    Welche Papiere sind nötig?


    - Die standesamtliche Bestätigung der Heirat. Da diese oft am Vortag oder gar am selben Tag wie die kirchliche Trauung stattfindet, kann sie noch nicht beim Vorgespräch vorgelegt werden - dann aber spätestens zur Trauung. Die Nummer des Standesamtsregisters wird in die Kirchenbücher eingetragen.
    - Im Traugespräch werden Tauf- und Konfirmationsdaten erfragt: also Tauf- und Konfirmationsschein mitbringen!
    - Wenn man sich außerhalb seiner Heimatgemeinde trauen lassen will, braucht man ein Dimissoriale/Überweisung vom Pfarramt des Wohnorts.
    - Wenn ein Partner katholisch ist, braucht er einen Dispens/Ausnahmegenehmigung seines katholischen Pfarrers, wenn er will, dass die Ehe auch in den Augen der katholischen Kirche
    gültig ist.


    Was kostet die Trauung?

    Die Kirchgemeinde erhebt für die Benutzung der Kirche und die Arbeiten von Küster und Kirchenmusiker Gebühren: Eine Trauung in der Stadtkirche kostet in der Regel 85,- € (siehe: Gebührenordnung). Findet die Trauung in der Schlosskirche statt (die der Stadt Eisenberg gehört), beträgt die Nutzungsgebühr der Kirche 45,- €. Sie ist zusammen mit den Gebühren für Küster und Musiker an die Kirchgemeinde zu zahlen, welche sie an die Stadt Eisenberg weiterleitet.

    Quelle:http://www.stpeter.jetzweb.de/unterseiten/stufen/trauung.html

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