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Verfasst am: 26.08.2006, 13:45
Es sind noch zwei andere Aspekte, die hinzukommen.
1. die persönliche Rufschädigung
Sprüche wie "Er macht den Hieb" oder "es hiebt" - wie ich sie im Affiliate-Umfeld häufiger lese sind für den Betroffenen sicherlich nicht schön - aber selbst verursacht.
Gerade hier im Forum hat man es schwer, ein Projekt zu verkaufen, neue Partner zu finden etc., wenn man mind. einmal nicht gerade gut mit seinem Geschäftspartner umgegangen ist. Da kann man später noch so seriös werden - alte "Fehler" hängen einem lange nach.
Und wie ich schon mal irgendwo geschrieben hatte, bin ich zufällig auf ein Verbraucherforum hingewiesen worde, wo jemand eine ganze Menge aus diesem Affiliate-Forum zitiert hat und wohl auch noch tut. Leider habe ich den Link im Moment nicht zur Hand - muss ich nochmal suchen. Und dann fallen eben auch die entsprechenden Namen (die man ja aus dem Impressum leicht rauslesen kann).
2. das Bauen von Hürden
wie lange werden diese Abzockmethoden wohl noch laufen können? Es funktioniert, weil es noch legal ist. Aber wenn sich immer mehr Menschen darüber beschweren, wird sich die Regierung mal wieder ein neues Gesetz überlegen. Genauso wie bei Dialern (doppelte Bestätigung) oder Erotikprogrammen (Zugang nur per Post-ident-Methode) könnte es in Zukunft vielleicht so aussehen:
ein Vertragsabschluß im Internet wird nur noch erlaubt, wenn der Anbieter die AGB schriftlich dem Kunden schickt und dieser dann anschl. mit handschriftlicher Unterschrift per Post bestätigt.
Ich halte das für das Aus für Internetshopping generell.
Und so wie die Regierung tickt halte ich das nicht für utopisch.
Damit würden sich die Kurzzeit-auf-reich-Denker langfristig endgültig ins eigene Knie schießen und die gesamte Internet-Branche mitreißen.
Der einzige Ausweg wäre eine Verlagerung ins Ausland, wie es Erotik- oder Glücksspielanbieter schon getan haben. Doch auch in anderen Ländern können sich Gesetze ändern.
Die Hauptschuld hätte aber nicht das neue Gesetz, sondern diejenigen, die ihre bisherige Freiheit moralisch bedenklich ausgenutzt haben.
Natürlich kann man drüber streiten, was dazu gehört. Ob nun Kunden beim Quelle-Kauf oder durch Wettanbieter genauso in die Pleite getrieben werden... Das kann jeder im Einzelfall für sich entscheiden.
Der große Unterschied ist aber folgender: sogar bei Sportwetten ist es dem Kunden bewußt, dass er sein ganzes Spiel verlieren kann.
Doch Programme, bei denen nur in der AGB ganz klein die tatsächliche Höhe der Bezahlung steht, werden doch bewußt so erstellt. Wenn die Betreiber sich nicht darauf verlassen könnten, dass sehr viele zu faul sind, die AGB zu lesen, dann würden diese Programme doch gar nicht funktionieren. Das ist eben der feine Unterschied.
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